Schutzklassen für sondergeschützte Fahrzeuge

In der Schutzklassenübersicht erhalten Sie aktuelle Informationen über die VPAM-Richtlinie und die STANAG-Richtlinie. Alle gepanzerten Fahrzeuge werden nach diesen Richtlinien entwickelt und produziert. Dabei wird ausschließlich zertifizierte ballistische Materialien verwendet, um den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.

Unsere sondergeschützten Fahrzeugen werden ausschließlich beim unabhängigen staatlichen Beschussamt geprüft und unter härtesten Bedingungen zertifiziert. Wir entwickeln geschützte Fahrzeuge die streng nach den VPAM-Richtlinien geprüft werden.

ACS produziert und entwickelt Fahrzeuge nach den aktuellsten strengen Richtlinien für sondergeschützte Fahrzeuge.

NIJ-Richtlinie (National Institute of Justice)

Besonderheit: Die Test-Gefährdung muss vom Hersteller oder Lieferanten der Panzerung spezifiziert werden.

Anwendungsbereich
Diese Richtlinie beschreibt die Grundlagen für ballistische Prüfungen und/oder Konformitätsbewertungen von Materialien, Konstruktionen und Produkten, die Schutz bieten gegen Angriffe mit Schusswaffen.
Die Grundlagen umfassen:
• Begriffe
• Prüfbedingungen
• Prüf- und Messmittel
• Prüfverfahren
• Bewertung und Dokumentation der Prüfung
Diese Richtlinie wird durch die produktbezogenen Prüfrichtlinien der VPAM (VPAM BRV 2009 etc.) ergänzt.
STANAG 4569

Neben den bestehenden ballistischen Schutzklassen existieren auch weitere Sprengwirkungsklassen, die vor Angriffen mit Handgranaten, Landminen und IEDs (selbstgebaute Autobombe) schützen.

Um den steigenden Bedrohungslagen auf der Welt entgegen zu wirken, werden einige Fahrzeuge über die Richtlinie hinaus mit größeren Sprengladungen getestet.

Folgende Sprengwirkungs-Richtlinien existieren für gepanzerte Fahrzeuge:

VPAM BRV2009 – Richtlinie (Bullet Resistant Vehicles)

Prüfrichtlinie Sondergeschützte Fahrzeuge (“Durchschusshemmung”)
VPAM BRV 2009 (Fassung 2, Stand: 31.01.2014)
Vereinigung der Prüfstellen für angriffshemmende Materialien und Konstruktionen
Die Grundlagen für ballistische Prüfungen und/oder Konformitätsbewertungen von Materialien, Konstruktionen und Produkten, die Schutz bieten gegen Angriffe mit Schusswaffen sind in den „Allgemeinen Prüfgrundlagen für ballistische Material-, Konstruktions- und Produktprüfungen“, APR 2006, beschrieben.

Diese Prüfrichtlinie für sondergeschützte Fahrzeuge regelt das Verfahren, das einerseits durch Vereinheitlichung der Prüfung und des Prüfaufwandes reproduzierbare Ergebnisse gewährleistet und andererseits dem Kunden und Nutzer dieser Fahrzeuge mehr Markttransparenz dadurch verschafft, dass er Produkte verschiedener Anbieter, die nach denselben Richtlinien geprüft wurden, objektiv vergleichen kann.

VPAM ERV2010 – Richtlinie (Explosive Resistant Vehicles)

In der ERV2010 Richtlinie werden unter anderem die Handgranaten DM51, HG85, RGD5 und die AP-Mine DM31 geprüft. Neben den Wurfsprengladungen werden auch sogenannte IEDs, Simulation einer Autobombe, getestet.